Am Samstag, den 8. März 2025, besuchten Kultusminister Conrad Clemens und die Landtagsabgeordnete Elaine Jentsch das Institut für Gesundheit und Soziales (IGS) Großröhrsdorf im Rahmen der „100 Tage, 100 Schulen“-Tour. Im Zuge des Tags der offenen Tür konnten sich zahlreiche Gäste über das vielfältige Bildungsangebot der Schule informieren, so auch die Politiker.
Das IGS Großröhrsdorf, das seit 1992 besteht, bietet ein praxisorientiertes Konzept mit Schwerpunkt auf den Bereichen Gesundheit und Soziales. Die Schule pflegt enge Kooperationen mit zahlreichen Pflegeeinrichtungen sowie Ergotherapie- und Physiotherapiepraxen, wodurch Auszubildende wertvolle Praxiserfahrungen sammeln können. Diese Partnerschaften ermöglichen eine praxisnahe Ausbildung und unterstützen den Übergang ins Berufsleben.
Die familiäre Struktur der Schule sorgt für eine gute Betreuung und einen engen Kontakt zu den Auszubildenden. In Verbindung mit der modernen Ausstattung der Unterrichtsräume und einer ruhigen Ausbildungsumgebung entsteht ein ideales Lernklima. Zudem wird großer Wert auf die individuelle Förderung jedes Schülers gelegt, um die besten Lernchancen zu bieten.
So wurde neben den vielen Erfolgen auch die abnehmende Schülerzahl als eine der größten Herausforderungen genannt. Die Schule leidet unter einer sinkenden Nachfrage, was auf dem Land zunehmend zum Problem wird. Ein weiteres Thema war die schulische Ausbildung in den Bereichen Physiotherapie und Ergotherapie. Aktuell werden diese Ausbildungen zwar an der IGS angeboten, jedoch ohne die Zahlung von Ausbildungsgeld, was die Attraktivität dieser Ausbildungsmöglichkeiten stark verringert. Dies führte zu Besorgnis über den Fachkräftemangel in diesen Bereichen, der sich durch eine geringe Anzahl von Absolventen verstärken könnte.
„Die IGS Großröhrsdorf bietet ihren Auszubildenden ausgezeichnete Möglichkeiten zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung. Die praxisorientierte Ausbildung und die enge Kooperation mit regionalen Partnern sind eine klare Stärke, die die Schule zu einer wertvollen Bildungseinrichtung für den ländlichen Raum macht.", so Jentsch.